Gäbe es eine einzige Sicherheitsmaßnahme, die man jedem Unternehmen ans Herz legen müsste, wäre es diese: Zwei-Faktor-Authentifizierung, kurz 2FA oder MFA. Sie verhindert den Großteil aller Kontoübernahmen — bei minimalem Aufwand.

Das Prinzip in einem Satz

Neben dem Passwort — etwas, das man weiß — tritt ein zweiter Faktor: etwas, das man hat, meist eine Bestätigung auf dem Smartphone. Selbst wer das Passwort kennt, kommt ohne diesen zweiten Faktor nicht hinein.

Warum das so wirksam ist

Gestohlene oder erratene Passwörter sind der häufigste Angriffsweg überhaupt. 2FA macht ein einzelnes Passwort praktisch wertlos — große Anbieter berichten, dass die Aktivierung die überwältigende Mehrheit automatisierter Angriffe blockiert.

Bei einem Kunden reichte eine einzige kompromittierte E-Mail-Adresse ohne 2FA, um darüber Zugriff auf drei weitere Dienste zurückzusetzen — ein Dominoeffekt, der mit aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung gar nicht erst begonnen hätte. Am besten fängt man bei den kritischen Zugängen an: E-Mail, Cloud, Verwaltung, Fernzugriff. Die Einrichtung dauert Minuten, der Schutz hält dauerhaft.