Herr K. aus einem Malerbetrieb bei Nauen hat es selbst erzählt: Sein Azubi „kannte sich mit Computern aus" und reparierte nebenbei, was klemmte. Zwei Jahre lang ging das gut. Dann kündigte der Azubi, und niemand wusste mehr, wie der Mailserver eingerichtet war.
Das ist kein Einzelfall, sondern der Normalfall bei Marke Eigenbau: Das Wissen sitzt in einem Kopf, nicht in einer Dokumentation. Fällt der Kopf aus — Krankheit, Kündigung, Urlaub —, steht das Unternehmen ohne Plan da.
Drei Signale, die selten ernst genug genommen werden
Erstens: Ein IT-Problem legt den Betrieb für Stunden lahm, nicht Minuten. Zweitens: Niemand kann auf Nachfrage erklären, welche Systeme wie zusammenhängen. Drittens: Bei den Worten „Backup" oder „DSGVO" herrscht eher hoffnungsvolles Schweigen als eine klare Antwort.
Trifft eines davon zu, ist der Punkt erreicht, an dem externe Betreuung nicht mehr Kür, sondern Absicherung ist — nicht, weil interne Leute schlecht arbeiten, sondern weil niemand nebenbei ein zweites Handwerk beherrschen kann.
Der Unterschied zeigt sich selten am Preis, sondern am Vorfall, der nicht passiert: das getestete Backup, das Update, das lief, bevor die Lücke ausgenutzt wurde.